Aktuelles Programm der Gesellschaft
Die Archäologische Gesellschaft bietet ihren Mitgliedern regelmäßige Veranstaltungen wie Vorträge, Führungen durch Ausstellungen und Besichtigungen von Ausgrabungen in Lübeck. Auf Exkursionen werden auch andere archäologisch und historisch interessante Städte und Stätten in der näheren Umgebung Lübecks besucht (siehe Berichte).
Zu den mit * gekennzeichneten Veranstaltungen
heißen wir auch Nicht-Mitglieder herzlich willkommen.
Auf mit VH (Veranstaltungshinweis) gekennzeichnete Veranstaltungen möchten wir alle Interessierten hinweisen, sie werden jedoch nicht von uns organisiert.
06. Januar 2026 19.30 h
Dienstagsvortrag in der Gemeinnützigen*
(www.die-gemeinnuetzige.de/einrichtungen/dienstagsvortraege)
Der erste Dienstagsvortrag des Jahres wurde von der Archäologischen Gesellschaft ausgerichtet.
Im bis zum allerletzten Platz besetzten Großen Saal der Gemeinnützigen berichtete
Mieczyslaw Grabowski über
"Neue Forschungen zur slawischen Königsresidenz Alt Lübeck"
Alt Lübeck, der slawische Handelsplatz, Vorgängerin unserer heutigen Stadt, gelegen am Zusammenfluss von Schwartau und Trave, bestand dreieinhalb Jahrhunderte, 1138 wurde der Ort zerstört. Zur Zeit des Bestehens herrschte in der Siedlung reger Betrieb, es war ein bedeutender Ort, eine Schnittstelle zwischen den Kaufleuten aus den verschiedenen Himmelsrichtungen. Heute zeugen nur noch ein in Resten erhaltener Burgwall, das Fundament einer steinernen Kirche und ein Gedenkstein vom Leben in Liubice wie der Ort damals genannt wurde. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts die steinernen Zeugen der Kirche aufgedeckt und von den damaligen Gelehrten als der Platz von Liubice bzw. Alt Lübeck identifiziert wurden, hat es immer wieder Grabungen und weitere Forschungen an diesem Ort gegeben. Gerade auch in den letzten Jahren sind wieder wichtige Befunde und Funde gemacht worden, die die Kenntnisse über diese Siedlung erweiterten. Auf diesen neuen Ergebnissen liegt der Schwerpunkt des Vortrags.
Mieczysław Grabowski war langjähriger Mitarbeiter des Bereichs Archäologie und Denkmalpflege in Lübeck und hat auch selbst archäologische Untersuchungen in Alt Lübeck durchgeführt. Nach Eintritt in den Ruhestand hat er die in den letzten Jahren gewonnenen Erkenntnisse für eine Publikation vorbereitet, die demnächst erscheinen wird.
(Aus dem Bericht in "Lübeckische Blätter 2025/21)
07. Januar 15.00 h
Stammtisch (im Café Ulrich´s im Ulrich-Gabler-Haus, Schüsselbuden 6-8)
04. Februar 15.00 h
Stammtisch
18. Februar 19.00 h
Archäologie aktuell (Diele, Mengstraße 41)
Katrin Siegfried M.A. präsentierte uns
„Beckergrube – 800 Jahre Geschichte unter dem Asphalt. Ausgrabungen in Schutt und Asche“
Unsere Mitglieder durften die neuesten Ergebnisse der Beckergruben-Grabungen aus erster Hand von der Grabungsleiterin erfahren, denn die Beckergrube wird umgestaltet, und das kann nicht ohne die Archäologen gehen.
Das neue Vortragsformat „Archäologie aktuell – Austausch bei Wasser, Wein und Snacks“ bot nach einem einführenden Vortrag einen regen Austausch mit der Vortragenden den und als Gäste geladenen Mitarbeitern der Grabungen.
04. März 15.00 h
Stammtisch
19. März 16.00 h
Führung zu den Grabungen in der Marienkirche
Die Archäologen André Dubisch (Leiter Innenstadt-Archäologie der Hansestadt) und Grabungsleiter Jonas Stalfort
führten uns zu den Grabungsstellen in St. Marien und erläuterten die Bedeutung der bisherigen Befunde.
Die Vorbereitungsmaßnahmen für den Einbau einer neuen Fußbodenheizung und eine umfassende Sanierung des Innenraums der Kirche werden durch den Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck begleitet und dokumentiert. Bedeutsame Funde, die nicht zerstört werden sollen, stellen besondere Herausforderungen für den Einbau neuester Technik in den Untergrund der Kirche dar.
08. April 15.00 h
Stammtisch
26. April
Jubiläumsveranstaltung
„Was war, was ist, was wird…“
30 Jahre Archäologische Gesellschaft
Dirk Rieger, Bereichsleiter Archäologie und Denkmalpflege, nannte die Archäologische Gesellschaft in seinem Grußwort einen „unverzichtbaren Verbündeten“.
23. April 1996 wurde die Archäologische Gesellschaft der Hansestadt Lübeck e.V. gegründet, von Beginn an mit der Aufgabe vor Augen, den Bürgerinnen und Bürgern die Ergebnisse und die Bedeutung der Lübecker Archäologie näherzubringen. Seit 1999 ist sie eine Tochtergesellschaft der Gemeinnützigen. Am Sonntag, 26. April 2026, lud sie zur Feier ihres 30-jährigen Bestehens unter dem Motto „Was war, was ist, was wird…“ in den Lübecker Yachtclub in der Roeckstraße. Knapp 40 Mitglieder, teils mit Begleitung, folgten dieser Einladung.
Mit der Eröffnung des Archäologischen Museums im Burgkloster im Juli 2005 wurde ein großer Traum Wirklichkeit. Er dauerte jedoch nur fünfeinhalb Jahre. Die Forderung nach einem Museum für die vielen wertvollen, in Lübeck geborgenen Artefakte bleibt weiterhin bestehen.

Mit der Eröffnung des Archäologischen Museums im Burgkloster im Juli 2005 wurde ein großer Traum Wirklichkeit. Er dauerte jedoch nur fünfeinhalb Jahre. Die Forderung nach einem Museum für die vielen wertvollen, in Lübeck geborgenen Artefakte bleibt weiterhin bestehen.
Am Anfang standen die Grußworte von Dr. Dirk Rieger, Bereichsleiter Archäologie und Denkmalpflege,
und Prof. Dr. Karl Klotz, Direktor der Gemeinnützigen.
Dirk Rieger betonte das Engagement der Mitglieder der Archäologischen Gesellschaft, insbesondere die „unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit“ und die „tiefe Verbundenheit mit der Geschichte dieser einzigartigen Stadt“. Die Behörde und die Gesellschaft hätten von Beginn an eng zusammengearbeitet, unterstützt durch den damaligen Bereichsleiter Prof. Dr. Manfred Gläser, der zu den Gründungsmitgliedern gehörte. Dirk Rieger führte an, dass die Archäologische Gesellschaft dabei weit mehr als nur ein Partner sei, sondern auch ein unverzichtbarer Verbündeter: „Denn Denkmalschutz lebt nicht allein von Gesetzen und Verordnungen. Er lebt von Menschen, die sich kümmern. Die hinschauen. Die nachfragen. Und die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen für das, was uns anvertraut ist.“ Insbesondere die zahlreichen Vorträge, die Führungen und die Publikationen der Archäologischen Gesellschaft hätten dazu beigetragen, dass die Archäologie in Lübeck sichtbar gemacht und in der Gesellschaft verankert wurde.
Rückblick auf eine Vielzahl von Aktivitäten
Im Anschluss blickte die Vorsitzende Doris Mührenberg in einem reich bebilderten Vortrag zurück auf die lange und abwechslungsreiche Reihe an Exkursionen, Grabungsführungen, Publikationen und Projekten, die durch die Archäologische Gesellschaft gefördert wurden. Zu Beginn wurden die fünf anwesenden Gründungsmitglieder geehrt – von ehemals 68 Personen sind immerhin 20 der Archäologischen Gesellschaft treu geblieben.
An Exkursionen gab es beispielsweise einen Ausflug nach Groß Rahden, eine Wanderung am Elbe-Lübeck-Kanal, eine Radtour entlang der Lübecker Landwehr oder im vergangenen Jahr eine Fahrt nach Schleswig zur Ausstellung „Wikingerdämmerung“. Die Grabungsführungen beinhalteten nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ wie die Großgrabung im Lübecker Gründungsviertel von 2009 bis 2014, sondern auch Blicke über den Tellerrand, beispielsweise mit dem Besuch einer Grabung in Hamburg-Harburg im Jahr 2013.
An weiteren Veranstaltungen wären insbesondere eine Lesung von Günter Grass in der Museumsnacht 2001, die Teilnahme an den Lübecker Altstadtfesten und am Weihnachtsmarkt im HeiligenGeist-Hospital, der Vortragszyklus „Archäologie kompakt“ anlässlich des 30-jährigen Welterbe-Jubiläums 2017 und die Begleitung des Waldemarstags im Jahr 2019 zu nennen.
Die Archäologische Gesellschaft gibt eine eigene Publikationsreihe heraus, die „Jahresschrift der Archäologischen Gesellschaft der Hansestadt Lübeck e.V.“. Auf besonders großes Interesse ist der Sonderband „Lübecker Landwehren im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit“ von Peter Hartmann gestoßen.

Auch die Konservierung dieser hölzernen Überschuhe (Trippen) aus dem 15. Jahrhundert, gefunden auf einem Grundstück in der Beckergrube, wurde möglich durch die finanzielle Unterstützung der Archäologischen Gesellschaft.
Gemeinsam mit dem Bereich Archäologie und Denkmalpflege wurde zudem das Buch „Schätze aus dem Magazin“ zusammengestellt. Ebenso unterstützt die Archäologische Gesellschaft die Herausgabe der Jahresschrift „Archäologie in Lübeck“ des Bereichs, welche alle Mitglieder zugeschickt bekommen.
An weiteren geförderten Projekten wären unter anderem regelmäßige finanzielle Zuschüsse für den Erwerb neuer Fachbücher für die Bibliothek des Bereichs zu nennen und im Jahr 2018 die Beauftragung der Restaurierung einer Lithographie der „Lübecker Stadtansicht des Elias Diebel“ aus dem 19. Jahrhundert, einer Leihgabe der Gesellschaft an den Bereich Archäologie und Denkmalpflege. Weiterhin wurde aus Mitteln der Archäologischen Gesellschaft ein elektrischer Hubwagen für den Transport von Großobjekten aus Holz und Stein in den Depoträumen angeschafft und ganz aktuell ein 3D-Drucker, um die Erforschung des Schiffswracks aus der Trave an der Stülper Huk voranzubringen.
„Lübeck braucht ein archäologisches Museum“
Ein wichtiges Anliegen war der Archäologischen Gesellschaft stets der Traum eines archäologischen Museums, der mit der Eröffnung des Museums im Beichthaus am 12. Juli 2005 schließlich Wirklichkeit wurde. Ein kurzer Traum, denn mit der Schließung Ende 2011, kaum fünfeinhalb Jahre später, war er viel zu schnell wieder vorbei. Doch in dieser Sache ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Doris Mührenberg bekräftigte, dass bei allen öffentlichen Veranstaltungen der Archäologischen Gesellschaft der Hansestadt Lübeck folgende Forderung erhoben werden muss:
Lübeck braucht ein archäologisches Museum! Eine Forderung, der sich der Autor dieser Zeilen nur zu gerne anschließt.
Krönender Abschluss der Feierlichkeiten war ein von Doris Mührenberg erdachtes Archäologie- und Heimatkunde-Quiz unter der Überschrift „Die Leuchte der Lübecker Archäologie“. Es beinhaltete 35 Fragen zu Archäologie und Stadtgeschichte, beispielsweise was die Heilige Helena, die der Legende nach als erste Archäologin der Welt gilt, im Heiligen Land fand, in welchem Jahr das Amt für Vor- und Frühgeschichte die ehemalige Kaserne am Meesenring bezog, mit welchen Worten das Großsteingrab in Waldhusen in Heinrich Manns „Professor Unrat“ Erwähnung findet oder wie der Spitzname des ersten Amtsleiters Dr. Werner Neugebauer im Lübecker Volksmund lautete.
Was von der abwechslungsreichen Veranstaltung bleibt, sind zahlreiche interessante Gespräche, ein interessanter Rückblick und ein positiver Ausblick auf die kommenden 30 Jahre.
(Dr. Arne Voigtmann, zuerst erschienen in "Lübeckische Blätter 2026/11)
06. Mai 15.00 h
Stammtisch
21. Mai 19.00 h
Nichtöffentliche Mitgliederversammlung der Archäologischen Gesellschaft
(Details entnehmen die Mitglieder bitte der satzungsgemäßen Einladung)
03. Juni 16.00 h
Stammtisch (Von Juni bis September im Altstadtbad am Krähenteich)
Vom 05. - 07. Juni veranstaltete die Hansestadt Lübeck das Hansekulturfestival (VH)
(www.luebeck-tourismus.de/kultur/hansekulturfestival)
Am 06. und 07. Juni
war die Archäologische Gesellschaft mit einem Info-Stand* vor dem Burgtor vertreten.
(Gemeinsam mit
dem Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Bereich Archäologie)
Trotz des sehr wechselhaften Wetters kamen viele Interessierte, um sich über
unser Engagement für die Lübecker Archäologie und unsere Veranstaltungen zu informieren.
Unserer Publikationen wurden teilweise "ausgekauft", sodass Exemplare nachbestellt wurden, die wir demnächst versenden.
01. Juli 16.00 h Altstadtbad am Krähenteich
Stammtisch
05. August 16.00 h Altstadtbad am Krähenteich
Stammtisch
02. September 16.00 h Altstadtbad am Krähenteich
Stammtisch
Am 13. September findet in ganz Deutschland der
Tag des offenen Denkmals (VH) statt
(https://www.tag-des-offenen-denkmals.de)
Wir möchten alle Interessierten auf diese Veranstaltung hinweisen.
Informieren Sie sich gerne über das Programm auf der o.g. Website.
07. Oktober 15.00 h
Stammtisch (Ab Oktober wieder im Café Ulrich´s, Schüsselbuden 6-8)
Dirk Rieger, Bereichsleiter Archäologie und Denkmalpflege, nannte die Archäologische Gesellschaft in seinem Grußwort einen „unverzichtbaren Verbündeten“.