Repliken
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Achteckiges Stangenglas (um 1600)
Das eckige Stangenglas war neben den runden Stangen- und Keulengläsern in der Zeit von 1550 bis 1650 äußerst beliebt, vor allem der achteckige Typ. Als Dekor kommen aufgelegte und gekerbte Fäden vor, entweder in der Farbe des Glases, oder aber in einer kontrastierenden Farbe, zumeist Blau. Auf niederländischen Gemälden sind diese Stangengläser und ihre Nutzung als Biergläser häufig zu entdecken. Die umlaufenden Fäden konnten mit ihren Abständen durchaus auch die Biermenge anzeigen, die in geselliger Runde in einem Zuge ausgetrunken werden musste. Produziert wurden diese Glasgefäße in Glashütten von Jütland bis in die Niederlande und Mitteldeutschland. Das Vorbild für diese Replik stammt aus einer Kloake auf dem Grundstück Braunstraße 30/32.
Preis: 29,- Euro
Blauer Becher mit Emailbemalung (Anfang 14. Jahrhundert)
Das Vorbild für diese Replik, ein blauer Becher mit Bemalung, stellt weltweit ein absolutes Unikat aus dieser Zeit dar, denn einerseits sind emailbemalte Gläser mit blauer Grundfarbe sehr selten und andererseits findet dieses flächendeckend geometrische Dekor kein Vergleichsstück. Blaue Gläser treten ausschließlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts im Ostseeraum auf. Vor einiger Zeit galten emailbemalte Glasgefäße des 13. und 14. Jahrhunderts als überaus selten, doch heute weiß man, dass sie als qualitätsvolle Massenware auch den wohlhabenden Bürgern zur Verfügung standen. Wahrscheinlich stammt das Originalgefäß aus Oberitalien. Vorbild für diese Replik war ein Objekt aus der Kloake auf dem Grundstück Königstraße 57.
Preis: 58,- Euro
Becher aus Bleiglas (13. Jahrhundert)
Das Vorbild für diese Replik ist ein Bleiglasbecher vom Grundstück Braunstraße 30/32 in Lübeck. Die Verarbeitung von bleihaltiger Glasmasse in Nordeuropa ist seit um 900 n. Chr. bekannt, bis zum 14. Jahrhundert wurde insbesondere Blei aus den Lagerstätten des Oberharzes (Rammelsberg bei Goslar) und der Nordeifel benutzt, hier wird wohl auch ein Großteil der Bleigläser hergestellt worden sein, die vom 12. bis ins 14. Jahrhundert im Hanseraum verhandelt wurden. Auffällig häufig ist die Gelb-Grün-Kombination bei diesen Gläsern. Als plastisches Dekor treten häufig Auflagen in Form einfacher oder wellenförmiger Fäden auf. Diese Replik ist aus „normalem“ Glas und kann daher als Trinkglas verwendet werden.
Ein Bleiglas mit gekniffeltem Standring – auch als Replik erhältlich – ist bei Grabungen auf dem Ochsenmarkt in Zwolle in den Niederlanden gefunden worden.
Preis: 23,- Euro
Fadenrippenbecher (um 1400)
Gläser mit Fadenrippen sind ein typisch böhmisches Produkt, häufig sind sie kombiniert mit kobaltblauen Tropfen oder blauen Fadenauflagen. Die Entstehungszeit dieser Becher liegt im Zeitraum zwischen dem Ende des 13. bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts, mit Schwerpunkt um 1400. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Böhmen über Norddeutschland und Polen bis nach Schweden und Finnland. Es gibt diese mit Fadenrippen verzierte Gefäße in unterschiedlichen Größen und Formen, besonders verbreitet ist aber dieser Becher mit bauchiger Wandung und gerader bis leicht schalenförmiger Mündung.
Es gibt ihn als Replik in Groß (Höhe 14,4 cm, Mündungsdurchmesser 9,5 cm, mit blauem Abschlussrand), das Vorbild dazu stammt aus einer Kloake auf dem Grundstück Breite Straße 39-41, und in Klein (Höhe 8,2 cm, Mündungsdurchmesser ca. 5,7 cm, ohne blauen Abschlussrand), dieses Vorbild dazu stammt aus einer Kloake auf dem Grundstück Hundestraße 9-11.
Preis: 49,- Euro (großer Becher)
Preis: 30,- Euro (kleiner Becher)
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