Tanzende Mädchen

Das Gesicht, das uns hier anschaut, ist eines von sechs oder sieben Gestalten, die um einen Krug herum gruppiert sind, so dass es aussieht, als würden sie sich bei den Händen fassen und tanzen,  dem Betrachter zugewendet. Diese Gestalten, wahrscheinlich Mädchen oder Frauen,  gehören zu einem Krug bzw. einer Kanne aus glasierter Roter Irdenware, gefertigt auf einer schnelldrehenden Töpferscheibe. Leider ist das Gefäß  nur noch fragmentarisch erhalten. Die Gesichter bestehen aus Tonwülsten mit eingeschnittenen Mündern, die Augen wurden nachträglich aufgesetzt, ein Tonwulst oberhalb des Gesichtes lässt den Eindruck einer Haube bzw. Gebende entstehen, weil diese auch an einen Nonnenschleier erinnerten, hat man auch häufig von Nonnengesichtern gesprochen. Die Körper hingegen, mit schraffierten Röcken, sind nicht auf den Gefäßkörper aufgesetzt, sondern eingeritzt. Die Gesichter haben einen Ausdruck, als seien sie erstaunt oder erschreckt. Die Scherben wurden auf dem Grundstück Große Petersgrube 27 gefunden, das Gefäß gehört in das 13. Jahrhundert.

Tanzende Mädchen

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